Güterverkehr bleibt auf der Strecke

Die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt und deren Auswirkungen auf den Etat des Bundesverkehrsministeriums setzen dem Ausbau wichtiger Bahnstrecken in Deutschland erheblich zu. Insbesondere der Güter-Ostkorridor-Nord, der von Uelzen über Salzwedel und Magdeburg nach Halle führt, ist von den weitgehenden Stopps von Neubauprojekten der Deutschen Bahn betroffen. Es fehlen knapp 800 Millionen Euro, wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel und die Nachrichtenagentur Reuters berichten.

„Mehr Güterverkehr von den Straßen auf die Schiene – das ist und bleibt gut für das Klima und für unsere Wirtschaft.“

Madeleine Linke

Für Sachsen-Anhalt stellt diese Entwicklung eine besondere Herausforderung dar. Dazu erklärt Madeleine Linke, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt: „Ich bin zutiefst besorgt über die Auswirkungen dieser Kürzungen auf unsere Region. Der ursprünglich für bis 2028 geplante, komplette Wiederaufbau der Bahnstrecke zwischen Uelzen und Stendal als zweigleisige Hauptbahn ist nach wie vor nicht verwirklicht und steht mit den aktuellen Meldungen wieder in den Sternen.“

Die Grünen in Sachsen-Anhalt appellieren daher eindringlich an die Bundesregierung und das FDP-geführte Verkehrsministerium, schnellstmöglich Lösungen zu finden, um den seit Jahren angekündigten Ausbau des Güter-Ostkorridors-Nord zu gewährleisten.

Dazu Linke weiter: „Mehr Güterverkehr von den Straßen auf die Schiene – das ist und bleibt gut für das Klima und für unsere Wirtschaft. Wir setzen uns daher für eine angemessene Finanzierung ein, um sicherzustellen, dass diese wichtige Verkehrsverbindung nicht weiter verzögert wird. Denn der Ostkorridor-Nord ist von essenzieller Bedeutung für einen reibungslosen Güterverkehr zwischen Hamburg dem sogenannten Seehafenhinterland. Es ist unabdingbar, dass die Planungen und Bauprojekte fortgesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region zu erhalten und unsere Anbindung an den Hafen von Hamburg zu stärken, der einer der wichtigsten Umschlagplätze in Europa ist.“

Hintergrund:

Der Güter-Ostkorridor-Nord ist von essenzieller Bedeutung für einen reibungslosen Güterverkehr zwischen Hamburg und dem Hinterland. Denn der neue Ostkorridor-Nord dient dem Seehafenhinterlandverkehr. Eine Verzögerung oder gar ein Ausfall des Ausbaus könnte ernsthafte Konsequenzen für die Wirtschaftsregion haben, insbesondere im Hinblick auf den internationalen Warenverkehr.