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26. Januar 2020

Flächendeckende Gesundheitsversorgung sichern!

Stabile Gesundheitsversorgung aller Menschen im Land dauerhaft zu sichern ist eine der wesentlichen Zukunftsfragen, auf die wir belastbare Antworten geben müssen. Notfall- und Grundversorgung muss für alle Menschen im Land sinnvoll und angemessen schnell verfügbar und erreichbar sein. Das gehört zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in unserem Land. Diese sicherzustellen braucht es unterschiedliche Antworten für urbane und ländliche Gebiete. Der Ansatz unrentable Klinikstandorte zu schließen ist für uns ebenso wenig geeignet, die Versorgung der Menschen in Sachsen-Anhalt mit Gesundheitsleistungen zu sichern, wie die Idee, dass alle Krankenhäuser im Land in der jetzigen Form zu halten seien. Die Zukunft der Krankenhäuser sehen wir in stärkerer auch sektorenübergreifender Kooperation, Spezialisierung und der Öffnung von Kliniken für andere Bereiche der Pflege und Versorgung. Auch neue Wege wie Portalkliniken können die wohnortnahe Versorgung sichern helfen.  

Die Versorgung mit Vorsorge- und Gesundheitsleitungen ist Teil der Daseinsvorsorge. Sie sicherzustellen ist originäre Aufgabe des Staates. Wir erwarten, dass die Landesregierung politische Antworten auf die strukturellen Defizite gibt. Eine Antwort des Marktes wird immer zu Lasten der Menschen im Land und ihrer Gesundheitsversorgung gehen. 

Die Insolvenz der kommunalen Burgenlandkliniken offenbart ein strukturelles Problem in der Krankenhauslandschaft des Landes, das unter den zu Beginn des Jahres 2020 geänderten Finanzierungsregeln mutmaßlich an weiteren Kliniken sichtbar werden wird.

Wir stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten bei AMEOS. Kein Arbeitnehmender in Sachsen-Anhalt darf intransparenten und vordemokratischen Konzernpraktiken unterworfen sein. Wir fordern die Landesregierung auf, in jeder geeigneten Form darauf hinzuwirken, dass der Klinikkonzern soziale und arbeitsrechtliche Standards einhält.

Beschluss des Landesvorstands vom 26.01.2020