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4. Februar 2020

Bundesregierung benachteiligt Sachsen-Anhalt bei Hilfe für Waldschäden

Der bündnisgrüne Landesvorstand begrüßt die in Sachsen-Anhalt bereits eingeleiteten Maßnahmen zum Erhalt unserer Wälder in Zeiten der Klimakrise. Der Waldumbau hin zum klimastabilen Mischwald, ein Fokus auf standortgerechte Arten, regionale Anpassungen beim Brandschutz sowie die Personalverstärkung und Nachwuchskräftegewinnung stehen bereits auf der Agenda des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, so der Landesvorsitzende, Sebastian Striegel:

„Sachsen-Anhalt ist besonders von der Klimakrise und den daraus resultierenden Waldschäden betroffen. Wir kritisieren deshalb die nicht ausreichende Unterstützung seitens der Bundesregierung: Obwohl zehn Prozent der deutschlandweiten Waldschäden der vergangenen beiden Jahre auf Sachsen-Anhalt entfallen, erhält Sachsen-Anhalt lediglich 4,38 Prozent der vom Bund in Höhe von 98 Millionen Euro bereitgestellten Mittel. Wir fordern von der Bundesregierung stattdessen eine Verteilung nach tatsächlicher Höhe der Schäden.“

Die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, erklärt: „Die Bedeutung der Wälder für Menschen, Tiere und Ökosysteme kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Unsere Wälder leiden jedoch unter Klimaextremen wie Stürmen, Hitze und Dürren. Schädlinge haben bei den ohnehin schon geschwächten Bäumen leichtes Spiel.“

Der Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekräftigt deshalb, dass konsequenter Klimaschutz Voraussetzung für einen intakten Wald ist. „Waldumbau und Schadensminimierung sind ansonsten vergeblich. Nachhaltiger Waldumbau dauert Jahrzehnte. Das macht ein sofortiges Umdenken und Handeln gegen die Klimakrise unabdingbar, sonst werden alle eingeleiteten Maßnahmen verpuffen“, heißt es dazu in einer verabschiedeten Resolution.