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Die Bienen sind in der Krise

Bienen bestäuben Pflanzen und sind deshalb unverzichtbar für unsere Ernährung ebenso wie für das Überleben ganzer Ökosysteme. 

Die industrielle Landwirtschaft, Flächenversiegelungen, der großflächige Einsatz von „Pflanzenschutzmitteln“, aber auch der Hausgebrauch mit freiverkäuflichen Mitteln aus dem Baumarkt nehmen den Bienen die Lebensräume, lassen sie Hunger leiden und greifen ihr Nervensystem an.

Sie können etwas tun!

Zum Beispiel, indem Sie unsere Blumensamen für eine Bienenweide in Ihrem Garten, auf dem Balkon oder im Sinne des Guerilla Gardening ausstreuen. Schaffen Sie damit einen Platz für die Bienen – „a Place to Bee“.

Verwenden Sie keine Pflanzengifte. Wenn Sie einen Garten haben, achten Sie auf eine große Pflanzenvielfalt. Lassen Sie beim Mähen ein paar Quadratmeter stehen, damit dort die Wiese hochwachsen kann – ein wahres Paradies für Bienen, Insekten und andere Kleintiere!

»Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.« – Albert Einstein

Eine wissenschaftliche Studie sorgte 2017 für Bestürzung

Langzeitbeobachtungen über 27 Jahre ergaben einen Rückgang der Biomasse fliegender Insekten um mehr als 75 %. Und dies nicht auf Industrie- oder intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen, sondern in Naturschutzgebieten!

Über 39 Wildbienenarten sind bereits ausgestorben

… und über 40 Prozent sind gefährdet. Insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft und die massive Anwendung von Ackergiften lässt uns ohne Summen im Sommer zurück.

Katastrophale ökologische Folgen

Das Sterben der Bienen hat katastrophale ökologische Folgen, insbesondere für Vögel und Fledermäuse und auch erhebliche Auswirkungen für Landwirte, die auf Bestäuber und andere Nützlinge angewiesen sind!

Imker*innen sind seit Jahren mit den Problemen des Insektensterbens konfrontiert

Wirtschaftliche Bedeutung

Insektenüben zentrale Funktionen in Ökosystemen aus, die auch von wirtschaftlicher Bedeutung sind. Sie stehen am Anfang von Nahrungsketten. Amphibien, Reptilien und Vögel sind unmittelbar von ihnen abhängig.

Kein Obst

Zahlreiche Pflanzen, auch Kulturpflanzen, sind auf ihre Bestäubungstätigkeit angewiesen. Ohne fliegende Insekten gibt es keinen Obstertrag! 

Wussten Sie's?

Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung wurde 2005 weltweit auf etwa 153 Mrd. € (9.5 % der Agrarproduktion) geschätzt.

Wir fordern eine ökologische Landwirtschaft

Es braucht eine umfassende Agrarwende.

Öffentliche Fördergelder müssen nach ökologischen Kriterien zum Schutz und Erhalt von Biodiversität und unserer natürlichen Ressourcen verteilt werden.

Unser Leitbild dafür ist der Ökolandbau.

In der Kenia-Koalition haben wir daher u. a. verabredet, den Ökolandbau von derzeit knapp 6 % der Fläche auf insgesamt 20 % auszuweiten.

Wir wollen eine Landwirtschaft

… die mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie, die Tiere würdig behandelt, das Klima schützt und die Artenvielfalt bewahrt. Dazu braucht es auch mehr Mittel zur Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Anbaumethoden.

Pestizide haben eine verheerende Auswirkung auf die Artenvielfalt

Ackergifte

Ackergifte treffen nicht nur die Lebewesen, gegen die sie eingesetzt werden. Sie vernichten auch Wildkräuter und Insekten.

Das Artensterben

Der Verlust an Pflanzen und Tieren ist unumkehrbar und bringt kaum kalkulierbare Risiken für unser Ökosystem, das wie ein Netz funktioniert. Fehlen immer mehr Arten, bricht das Netz irgendwannzusammen.

Fehlen die Insekten

… fehlt auch vielen anderen Tierarten die Nahrungsgrundlage. Die Folgen sind alarmierend. Heute leben über 50 Prozent weniger Vögel als noch vor 30 Jahren auf den landwirtschaftlichen Flächen Deutschlands.

Das Pflanzengift Glyphosat muss verboten werden

»Pflanzenschutzmittel«

Seit vielen Jahren setzen wir GRÜNE uns mit den Risiken und Folgen von Glyphosat und stark wirkenden Insektengiften auseinander. In Deutschland sind derzeit über 350 sogenannte »Pflanzenschutzmittel« zugelassen.

Wir kämpfen weiter!

Wir finden: Glyphosat hat in unseren Lebensmitteln nichts verloren! Trotz der jüngsten Zulassungsverlängerung auf EU-Ebene kämpfen wir weiter. Ein deutschlandweites Verbot wäre ein wirksamer Schritt in die richtige Richtung!

Landwirtschaftliche Betriebe

… dürfen bei ihren Bestrebungen, weniger Pestizide zu nutzen, nicht allein gelassen werden. Der Aufwand für eine gute Produktion muss honoriert werden muss, beispielsweise durch faire Erzeugerpreise.